01 NICHTS GEWESEN
Was du tust, es klappt niemals so, wie du gedacht hast
Glaubst du wirklich noch, dass das Zufall sein kann?
Was du auch anfasst, alles endet nur im Chaos
Glaubst du echt an Pech, glaubst du noch daran?
Wieder nichts gewesen
Wieder nichts passiert
Immer wieder knapp vorbei
hast du's noch nicht kapiert
...
Wenn Du was nicht kannst, lässt du es nicht einfach bleiben
Weil Du helfen willst, probierst du es mal aus
Du kannst, mit deiner Art, mich wirklich in den Wahnsinn treiben
Denn du schießt halt leider übers Ziel hinaus!
Wieder nichts gewesen
Wieder nichts passiert
Immer wieder knapp vorbei
hast du's noch nicht kapiert
...
02 ZORN
Du willst, dass ich mich beruhige
Doch ich will das nicht
Du meinst, ich müsse mal klar denken
Aber ich mein das nicht
In der Ruhe liegt die Kraft
Sagst du zu mir gönnerhaft
Doch das tangiert mich nicht
Ich weiß nicht, wo die Reise hingeht
Ich fühl mich leer
Ich fühl mich aufgewühlt und unstet
In ruhiger See zu fischen, fällt mir schwer
Und jetzt kommst du, willst mich verbiegen
Mich verändern, nichts mehr lassen wie bisher
Lass mir meine Schmwerzen
Lass mir meine Wut
Lass mich sein, wie ich es will
vielleicht tut's mir ja gut
Lass mir meine Emotionen
Auch, wenn ich mich darin verlier
Sie gehörn mir
Du sagst, ich solle runterkommen
Doch dahin will ich nicht
Du hast genug von meinen Launen
Denn verstehn kannst du sie nicht
In der Ruhe liegt die Kraft
Wo bleibt da die Leidenschaft
Die mich bewegt?
Soll ich mich wirklich beschneiden
Rational alles entscheiden
Ganz unaufgeregr?
Ich weiß nicht, wo die Reise hingeht
Ich fühl mich leer
Und jetzt willst du den Kurs bestimmen
Alles ändern, nichts mehr lassen wie bisher
Lass mir meine Schmerzen
Lass mir meine Wut
Lass mich sein, wie ich es will
Vielleicht tut's mir ja gut
Lass mir meine Emotionen,
Auch wenn ich mich darin verlier
Sie gehörn mir!
Immer nur ruhig sein und blass
Bitte vernünftig und gefasst
Bitte mehr Lionel Richie und wenig Rock'n'Roll
Immer gebügelt und adrett
Ohne Knitterfalten, immer nett
Wie ein Meer ohne Wellen
Einfach grauenvoll
In eine Form gepresst
Und dann mit Schleifpapier
Die Kanten angeglichen
Das verbitt' ich mir
Es ist nicht immer einfach
Doch lass mir meinen Zorn!
03 HAUPTSACHE MIR GEHTS GUT
Es kommt die Zeit
Da muss man was riskieren
Um etwas zu verändern, um zu helfen
Um zu zeigen, was passiert
Das ist nichts für mich
Da kann man nur verlieren
Da raus zu gehen bedeutet Stress
Ich bleib zu Hause und schau DSDS
Fliegt ein Auto in die Luft
Fahr ich einfach dran vorbei
Ob ein Mensch darin verpufft
Das ist mir doch einerlei
Ausserdem wär' das zu heiß
Für mein Vanilleeis
Kriege kommen, Kriege gehen
Dass das schlimm ist, kann ich sehen!
Wenn was passiert, wird weggeschaut
Weil mir das sonst den Tag versaut
Keine Probleme
Ich liebe das bequeme
Hauptsache, mir geht's gut
Katastrophen passieren
Einfach ignorieren
Hauptsache, mir geht's gut!
Egal was kommt
Meine Zufriedenheit
Die lasse ich mir nicht nehmen
Darauf zu verzichten ginge mir zu weit
Ich hab sie gern
Meine Bequemlichkeit
Solange mir nicht selber etwas widerfährt
Ist das keinen Stress mir wert
Alle Medien berichten
über Trinkwasser voll Gift
Allerdings weit weg in Indien
Wüsste gern, was mich das betrifft
Aus meinem sauberen Wasserhahn
Kommt nur sauberes Wasser an
Soll das Klima sich verändern
Wenn es wärmer wird, ist's gut
Sollen die Polkappen doch schmelzen
Soll sie kommen, die große Flut
Erreicht sie dann mein Haus hole
Ich mein Schlauchboot raus und treib!
Keine Probleme
Ich liebe das bequeme
Hauptsache, mir geht's gut
Katastrophen passieren
Einfach ignorieren
Hauptsache, mir geht's gut
04 SCHATTEN
Die Dunkelheit hat dich ummannt
Ohne Vorwarnung umgerannt
Du ergibst dich kampflos
Eben nooch mitten im Spiel
Plötzlich verloren, ohne Ziel
Fühlst dich saft- und kraftlos
Um dich wird's kalt
Du stehst nicht mehr
Du stehst nicht mehr im Licht
Du hast den Schatten gewählt
Und merkst es nicht
Der Wahnsinn trat an dich heran
Warf dich einfach aus der Bahn
Riss dir ein Stück vom Ich raus
Unterzutauchen fällt dir leicht
Doch was hast du dadurch erreicht?
Dir geht die Luft aus
Um dich wird's kalt
Du stehst nicht mehr
Du stehst nicht mehr im Licht
Du hast den Schatten gewählt
Und merkst es nicht
05 ZEITEN DIESER TAGE
Hab nen Karton gefunden
Was ist drin - ich will mal sehen
Alles voll Erinnerungen
Manche schlimm und manche schöner
Ich kriech gerne mittenrein
Um das Erlebte aufzusaugen
Manches ist schon lange her
Wie lange, kann ich mir nicht glauben
Irre im Karton herum
Such den Eingang zum Zurück
such den Eingang zum Zurück!
Doch die Zeiten dieser Tage
Sind für mich total verfehlt
Hier hat einer, keine Frage
Dreist an meiner Uhr gedreht
Ich lasse mich treiben
Lass mich gerne darauf ein
Möcht mir alles einverleiben
Spring mit Anlauf mittenrein
Es kommt mir vor, als würde es
Gerade hier bei mir passieren
Einmal lern ich Fahrrad fahren
Mal krabbel ich auf allen Vieren
Irre im Karton herum
Such den Eingang zum Zurück
Such den Eingang zum Zurück!
Doch die Zeiten dieser Tage
Sind für mich total verfehlt
Hier hat einer, keine Frage
Dreist an meiner Uhr gedreht
Gestern, heute, morgen
Alles dreht sich um mich herum im Kreis
Bin ich mittendrin im Spielverlauf
Oder droht der Platzverweis
Wer weiß?
06 VORBEI
Das Drehbuch ist geschrieben
Und er Film ist längst gedreht
Du siehst zu, wie die Welt
Sich aus den Angeln hebt
Nichts mehr ist, wie du es kanntest
Slles wird relativiert
Hast es nur noch nicht kapiert!
Alles ist vorbei
Es ist einerlei, was du jetzt noch sagst
Was du tust, wohin du gehst
Es ist zu spät!
Keine Helden, die dich retten
Und kein Stuntman hilft dir raus
Die Musik verklingt
Der Film ist aus
Keine weiteren Versprechen
Keine Schwüre, die du brichst
Das siehst du nicht!
Alles ist vorbei
Es ist einerlei, was du jetzt noch sagst
Was du tust, wohin du gehst
Es ist zu spät!
Alles um dich herum hat sich verändert
Nur du wolltest das wieder nicht mitbekommen
Du sitzt in deiner Blase
Und merkst nicht einmal, wenn sie platzt
Nichts hast du gemerkt und jetzt versuchst du, jedem weißzumachen, dass alles wieder wird
Nimm die Klappen von den Augen und mach sie auf!
07 SCHöNER FELIX
Stramme Waden, breite Schultern
Und ein Lächeln, das die Damenwelt bezirzt
Er ist die Sahne auf dem Kuchen
In der Suppe das Gewürz
Herzschrittmacher setzen aus
Bei so viel Schönheit hilft kein Notstromaggregat
Er ist Sünde, er ist Sex
Er ist der schönste Mann der Stadt
Felix weiß: er ist so heiß
Die Welt verbrennt
wenn man seinen Namen nennt
Er bringt der Dunkelheit das Licht
Er hat Macht über jeden
Selbst wenn man nicht will
Er betritt nur einen Raum
Und die Welt steht still
Niemand kann ihm wiederstehen
Selbst Heidi Klum verliert
Bei seinem Anblick jede Kraft
Nicht Daniel Craig, nicht Johnny Depp
Es ist Felix, der das schafft
Felix weiß: er ist so heiß
Man verglüht, wenn man ihn sieht
Felix weiß: er ist so heiß
Die Welt verbrennt
wenn man seinen Namen nennt
Die allerschönsten Frauen
Rennen ihm ein die Türen
Es ist so wie immer
Alle wollen ihn verführen
Felix ist bereit und freut sich drauf
Doch dann wacht er auf...
Du bist schön
Schöner Felix
Felix weiß: er ist so heiß
Man verglüht, wenn man ihn sieht
Felix weiß: er ist so heiß
Die Welt verbrennt
wenn man seinen Namen nennt
08 GOLD WAS GLäNZT
Wir haben uns viel geschworen
Es ist fast so wie gestern
In der Zeit ging es verloren
Ein schwarzes Loch, es fraß uns auf
Die Heiterkeit des Seins
Wir haben sie fast vergessen
Es gab nur uns, nur deins und meins
Das um uns herum verschwand
Du weißt, es ist nicht alles Gold was glänzt
Vielleicht haben wir uns selber ausgegrenzt
Die Jahre ziehen ins Land
Wir können nicht begreifen
Isolation ists, die uns fand
Hat uns im Griff, lässt uns nicht raus
Alles, was wir waren
Haben wir uns selbst verschlossen
Immer fester Jahr für Jahr
Die Tür zu knacken war sehr schwer
Die Welt sperrten wir aus
Wir waren uns selbst genug und lachten
Brauchten nie den Festtagsschmaus
Bis uns der Hunger traf!
Du weißt, es ist nicht alles Gold was glänzt
Vielleicht haben wir uns selber ausgegrenzt
Die Unendlichkeit verschlang uns
Doch auch sie geht mal voerbei
Entschweben, das gelang uns
Ob wir jemals wieder landen, war uns einerlei
Du weißt, es ist nicht alles Gold was glänzt
Vielleicht haben wir uns selber ausgegrenzt
09 VIELEN DANK
Wenn ich dich so anschau
Deine grünen Augen, deine Haut so zart
Du könntest glatt ein Engel sein
Doch du bist ein Psychopath
So elegant, fast elfengleich
Es gibt nichts,was man an dir bemängeln kann
Ausser wenn mich ne Frau anspricht
Mein Schatz, dann schießt man sie nicht an
Zum einen ist das nicht sehr freundlich
Und in diesem Falle auch äußerst gewagt
Die Frau ist 90, Nonne und hat nur nach dem Weg gefragt
Ich gehe mit dir nicht mehr aus
An das letzte Mal erinner ich mich gut
Die Kellnerin war sehr charmant
Dann plötzlich Schreie, Schüsse, Blut!
Egal ob schwarz, rot, blond ob braun
Du verachtest alle Frauen
Ein falscher Blick und du wirst zum Tier
Ich halt das nicht aus
Ich verlier den Verstand
Mein Schatz, deine Eifersucht macht mich noch krank
Wie andere Frauen Schuhe, hast du Leichen im Schrank
Na, vielen Dank!
Eine Kollegin gab mir mal die Hand
Da hast du überreagiert
Hast die Hand ihr abgeschnitten
Und danach auch noch püriert
Für dich sind das nur Kleinigkeiten
Drüber wegzusehen fällt mir zunehmend schwer
Stolpern über Körperteile kann und will ich nun nicht mehr
Es dämmerte mir mit der Zeit
Dein Temperament geht mir zu weit
Du musst verstehen, komm sei lieb
steck die Axt weg
Ich halt das nicht aus
Ich verllier den Verstand
Mein Schatz, deine Eifersucht macht mich ganz krank
Du zerstichst meine Reifen, pisst mir in den Tank
Na, vielen Dank!
...
10 AUF EINEM ANDEREN STERN
Wenn Lars sich einmal doch nach draußen traut
Dann wird ihm, offen oder heimlich, nachgeschaut
Die einen glotzen zu ihm voller Qual
Andere übertrieben freundlich, kaum einer bleibt normal
Er hat sich irgendwie daran gewöhnt
Doch gibts was, wonach er sich sehnt
Er wär so gern auf einem anderen Stern
Wo sie sich nicht nach ihm umdrehen
Er wär so gern auf einem anderen Stern
wo alle so wie er aussehen
Wo Lars hinkommt, ist er die bunte Kuh
Er ist niemals ganz alleine, im Blickfeld immerzu
Er will gar nicht, dass jeder zu ihm geht
Lars sehnt sich nach Normalität!
Er wär so gern auf einem anderen Stern...
Lars hat einen Plan, danach werdet ihr ihn besser verstehen
Alle sollen, nur für einen Tag, die Welt aus seiner Sicht mal sehen
11 HALTLOS
Gut maskiert, für jeden Augenblick
Das richtige Gesicht dabei
Ungeniert lässt du die links liegen
Deren Weg nach unten zeigt
Amüsiert schaust du auf die herab
Für die der zweite Platz schon reicht
Bis nach oben, ohne Halt
Du wirst es schaffen, ziemlich bald
Du weißt, was du willst
Leichen pflastern deinen Weg
Egal, solange es nach oben geht!
In deiner Welt gibt es keine Skrupel
Oder jegliches Gefühl
Abgestellt hast du jeden Zufall
Du bewegst dich mit Kalkül
Hinauf, bis du ganz oben bist
Wie du das schaffst, ist dir egal
Hast du mal nachgedacht
Was auf den Gipfel folgt
Wenn niemand da ist, der dich hält
Nur der freie Fall!
Bis nach oben, ohne Halt
Du wirst es schaffen, ziemlich bald
Du weißt, was du willst
Bis nach oben, ohne Halt
Das Schicksal anderer lässt dich kalt
Weil du nichts mehr fühlst
Bis nach oben, ohne Halt
Jetzt stehst du da, die Faust geballt
Und glaubst dich am Ziel
Leichen pflastern deinen Weg
Wenn du selbst dort liegst
Ist es zu spät!
12 WAS IST ZEIT
Jeder Bissen, den sie von uns frisst, geht für immer
Kein Trick und keine List stoppt ihren Gang
Nichts hält sie auf
Das Bollwerk rollt und rollt
Akzeptieren muss man ihren Lauf
Nicht verzweifeln, nimm einfach in Kauf
Dass man sie nicht betrügen kann
Sie ist ein Teil von uns, denn
Man kann ihr nicht entrinnen
Vor ihr sind alle gleich
Man kann ihr nicht entrinnen
Egal, ob arm, ob reich
Was ist Zeit?
Die Frage, die uns alle treibt
Wie viel uns bleibt?
Ritter Botox versuchte oft sein Glück
Doch es half nichts
Sie schlug jedes Mal zurück
Selbst, wenn sie negatives bringt
Ist sie ein Teil von uns, denn
Man kann ihr nicht entrinnen
Vor ihr sind alle gleich
Man kann ihr nicht entrinnen
Egal, ob arm, ob reich
Was ist Zeit?
Die Frage, die uns alle treibt
Wie viel uns bleibt?
Von der Quelle an gehören wir
Unweigerlich zu ihrem Fluss
Wann für wen die Reise endet
Ist von weitem nicht zu sehen
Egal, wie laut wir schreien
Irgendwann verstummt noch jeder Ton
Doch in den Gedanken derer die wir streiften
Hallt der Ton noch lange nach!
Man kann ihr nicht entrinnen
vor ihr sind alle gleich
Man kann ihr nicht entrinnen
Egal, ob arm, ob reich
Was ist Zeit?
Die Frage, die uns alle treibt
Wie viel uns bleibt?